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Websites sind Mitarbeiter. Nur besser.

Alexander Rettke - 11-11-2019

business

In der betriebswirtschafltichen Betrachtung moderner Websites gibt es bei deutschen Unternehmen Nachholbedarf.

Websites haben sich in den letzten 15 Jahren stark weiterentwickelt. Die deutsche Sichtweise darauf konnte sich allerdings nicht richtig anpassen. Aus diesem Grund existieren krude Annahme über Einsatzmöglichkeiten von Websites und derer Erstellungs-und Betriebskosten.

Websites sind und waren zu keinem Zeitpunkt Produkte, welche nach Fertigstellung ihr Dasein fristen, sondern Organsimen, die, wenn sie richtig gepflegt und weiterentwickelt werden, wunderbare Arbeit leisten können. Nur früher war das nicht so wichtig. Aber da waren auch die Umsatzerwartungen im Onlinegeschäft vergleichsweise lächerlich.

Wer heutzutage moderne Websites nach Erstellung links liegen lässt und ab dann auf eine stetige Rendite hofft, hat eCommerce nicht verstanden. ECommerce ist ein organischer Prozess. Deswegen hilft es, moderne Websites wie Mitarbeiter zu betrachten, welche sich auch permanent weiterentwickeln und verbessern können. Die Anstellung weiterer Mitarbeiter ist ein Investment in Spezialisten, welche ab einem bestimmten Zeitpunkt X die Rendite Y für das Untertnehmen erwirtschaften können. Allerdings sind sauber erstellte Websites den menschlichen Mitarbeitern in einigen Punkten überlegen:

  • Werden nicht krank

  • Arbeiten 24/7

  • Brauchen keinen Urlaub

  • Arbeiten zuverlässig

  • Und das Beste: Skalierbar!

Das bedeutet aber auch, dass sich die Kosten ähnlich wie bei einem Mitarbeiter verteilen. Die Initialkosten von Websites sind vergleichsweise zwar höher, der monatliche Deckungsbeitrag allerdings geringer, da keine Ausgaben für Renten- und Sozialleistungen getätigt werden müssen.

Ein Beispiel

Ein Webshop bspw. vertreibt als digitaler Verkäufer des Unternehmens Produkte. Damit dies bestmöglich gelingt, ist es im eCommerce Pflicht, diesen Webshop permanent zu pflegen, anzupassen und weiterzuentwicklen. Dieser monatliche Aufwand ist äquivalent zum monatlichen Salär eines festangestellten Mitarbeiters und muss daher auch entsprechend vergütet werden.

Für Unternehmen, die eine neue Web-Plattform wie bspw. einen Webshop in Auftrag geben und dann betreiben möchten, ist es daher zu empfehlen, diesen in der betrieblichen Kalkulation ähnlich wie einen weiteren Mitarbeiter mit einem monatlichen Deckungsbeitrag zu bilanzieren. Das macht die Arbeit des Auftraggebers planbarer und erleichtert die Umsetzung auf Seiten des Auftragnehmers erheblich.

Das Beste: Aufgrund der Skalierungsmöglichkeiten moderner Websites können die Renditeerwartungen deutlich höher ausfallen, als bei jedem weiteren Angestellten. Dieser positive Ausblick sollte die höheren Initialkosten weiter relativieren.

Fazit

Abschließend lässt sich sagen: Wer ernsthaft im eCommerce Geld verdienen möchte, muss in der betriebswirtschaftlichen Betrachtung moderner Websites grundsätzlich umdenken, indem diese als organische Teile der Unternehmen verstanden und vergütet werden.